Prospicere — nach vorne schauen

Zukunft kann man nicht sehen.
Man kann lernen, in ihre Richtung zu schauen.

Prospektive – die Zukunft in den Blick nehmen, Alternativen durchdenken und Veränderung gemeinsam gestalten.

Berlin Seit 2004 Foresight · Szenarien · Resilienz
Was wir tun

Seit 2004 beraten wir politische Akteure, Organisationen, Unternehmen und regionale Netzwerke in Fragen der Strategischen Vorausschau.

Wir begleiten Transformationsvorhaben und Zielbildprozesse. Für Herausforderungen, die durch ein hohes Maß an Unwägbarkeiten geprägt sind, entwickeln wir Szenarien — Landkarten für die Zeit, die alternative, aber gleichsam mögliche Entwicklungspfade abbilden: zur Orientierung, zur Verständigung, zum Eingreifen.

Durch die sorgfältige Analyse dessen, was wir heute bereits über die Zukunft wissen können, einen konstruktiven Umgang mit Ungewissheit, klare und geteilte Vorstellungen darüber, welche Zukunft angestrebt wird sowie die Stärkung der Fähigkeiten, auch das Unvorhergesehene für die eigene Entwicklung nutzen zu können, unterstützen wir eine robuste und effektive Strategieentwicklung.

  • — 01Foresight & Horizon ScanningTrendanalysen, Weak Signals, Frühindikatoren
  • — 02Visions- und ZielbildprozesseStrategische Zielbilder, Backcasting, Beteiligung
  • — 03Szenarien­entwicklungSchlüsselfaktoren, Konsistenzanalyse, Narrative
  • — 04Resilienz und Strategie­testsRobustheits­prüfung, Frühwarn­systeme, Lernschleifen
Methodik

Vier Blickrichtungen
auf die Zukunft.

Zukunft ist nicht ein einziger Horizont, auf den man sich zubewegt. Sie vollzieht sich im Zusammenspiel des Absehbaren, des Ungewissen, des Gewollten … und dem Überraschenden. Wer Zukunft nur aus einer dieser Perspektiven betrachtet, läuft Gefahr, entscheidende Zusammenhänge zu übersehen. Die Prospektive verknüpft daher immer zumindest vier komplementäre Herangehensweisen.

I
Foresight · Trendanalysen & Systemdynamiken

Die absehbare Zukunft

Vieles von dem was die Zukunft prägen wird, ist bereits heute „in der Pipeline". Zurückliegende Entwicklungen und Trends, langsame Variablen, Pfadabhängigkeiten und eine profunde Systemanalyse ermöglichen uns schon heute einen Einblick in das, was in der Zukunft mit hoher Sicherheit eintreten wird.

Mit unterschiedlichen Foresight-Techniken und der Analyse wesentlicher Systemdynamiken erweitert IPA den Blick auf die Zukunft, mit der wir rechnen müssen.

II
Szenarien · Schlüsselvariablen & Alternativen

Die ungewisse Zukunft

Die Entwicklung von Szenarien identifiziert kritische Schlüsselvariablen und leitet daraus grundlegende Alternativen für die Zukunft ab. Hier wird Zukunft in der Mehrzahl gedacht – in dem wir unterschiedliche, gleichsam mögliche Zukünfte in ihren Auswirkungen und Handlungsoptionen durchdenken, können wir uns besser vorbereiten statt nur nacheilend zu reagieren. Und wir können heutige Entscheidungen und Strategien unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen durchspielen und „testen".

IPA entwickelt Szenarienprojekte und -studien für Zukunftsfragen und Veränderungsprozesse, die durch ein hohes Maß an Ungewissheit über die künftigen Rahmenbedingungen geprägt sind.

III
Vision Building · Zielbilder & Beteiligung

Die angestrebte Zukunft

Eine klare und geteilte Vorstellung von der Zukunft, die erschaffen wollen, bietet Orientierung und Sinn in einem größeren Zusammenhang, stärkt und verbindet die Motivation unterschiedlicher Stakeholdergruppen und hilft dabei, ihr Handeln aufeinander abzustimmen. Diese normative Dimension ist keine romantische Zugabe zur „harten" Analyse. Sie ist strategisch zentral. Ohne ein überzeugendes Zielbild tendieren Menschen und Organisation zur Aufrechterhaltung des Bestehenden statt zur Gestaltung des Neuen.

IPA konzipiert und begleitet partizipative Vision Building Projekte und Zielbildprozesse.

IV
Resilienz · Kunst angewandter Improvisation

Die überraschende Zukunft

Ungeachtet aller Bemühungen künftige Entwicklungen vorauszusehen, grundlegende Alternativen in Form von Szenarien vertraut und handhabbar zu machen oder starke Zielbilder zu entwickeln, werden wir immer wieder auch unvorhergesehene Krisen und Unterbrechungen erleben. Organisationale Resilienz ist in diesem Sinne die Kunst angewandter Improvisation – um seinen Kern zu bewahren und handlungsfähig zu bleiben. Durch die Stärkung von Strukturen, Fähigkeiten und Ressourcen, die es ermöglichen, unvorhergesehene Brüche abzufedern und für die eigene Entwicklung konstruktiv zu nutzen.

IPA unterstützt die Entwicklung von Resilienzstrategien und -ressourcen sowie die produktive Bearbeitung von Resilienzkonflikten.

Markenkern

Werte, die uns leiten.

Die Prospektive ist keine wertfreie Technik. Sie ist immer eingebettet in Überzeugungen darüber, was eine gute Zukunft ausmacht. In unserer Arbeit orientieren wir uns an drei leitenden Werten, die auch die Fragen prägen, die wir in unseren Projekten stellen.

— Wert 01

Gesellschaftlich sinnvolle und nachhaltige Wertschöpfung

Gemeinwesen, Unternehmen und Organisationen existieren, weil sie Bedürfnisse befriedigen, Probleme lösen, Wert und Bindung schaffen. Die Frage nach dem Warum, nach dem Sinn und der gesellschaftlichen Funktion ist keine Kür, sondern eine harte strategische Frage. Organisationen, die darauf keine überzeugende Antwort geben können, werden zunehmend an Legitimität verlieren.

— Wert 02

Gute Arbeit als wesentliches Element von Zusammenhalt und individueller Entwicklung

Arbeit, in all ihren Formen, macht einen erheblichen Teil unseres Lebens aus. Ob diese Zeit als bedeutsam, entwicklungsfördernd und selbst mitgestaltbar erlebt wird – oder als prekär, erschöpfend und wenig sinnstiftend – ist eine Frage von erheblicher gesellschaftlicher Tragweite. Wie können Strukturen, Prozesse und Organisationskulturen so gestaltet werden, dass Menschen Gestaltungsspielräume erleben, ihre Fähigkeiten entwickeln können, fair behandelt werden und den Sinn ihrer Tätigkeit erkennen?

— Wert 03

Einbettung in das lokale und regionale Umfeld

Organisationen sind keine abstrakten Einheiten im luftleeren Raum. Sie sind in Orte eingebettet, in Regionen mit Geschichte, Kultur, wirtschaftlicher Struktur und sozialem Gefüge. Diese Einbettung ist keine Einschränkung; sie ist eine wesentliche Ressource. Regionale Netzwerke, lokale Wertschöpfungsketten, vertrauensbasierte Kooperationen vor Ort: all das schafft im wahrsten Sinne des Wortes Bodenhaftung, Identität und die Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften und Zusammenleben.

Praxis

Prospektive als gelebte Kulturtechnik.

Zukunft passiert nicht einfach. Sie wird vorbereitet, erwartet, erhofft, befürchtet, verhandelt – und gestaltet. In Zeiten tiefgreifender technologischer Sprünge, geopolitischer Verschiebungen, ökologischer Grenzen und gesellschaftlicher Neuorientierungen reicht es für Politik, Unternehmen und Organisationen nicht mehr aus, auf Erfahrungswissen und bewährte Praktiken zu setzen oder auf Veränderungen nur zu reagieren. Wer morgen handlungsfähig sein will, muss heute lernen, Zukunft systemisch und frisch zu denken. Genau hier setzt die Prospektive an.

Prospektive ist kein Gutachten, das man bestellt und dann ins Regal stellt. Sie ist eine Praxis – eine Weise, in Organisationen zu denken und zu handeln. Das bedeutet: Sie muss gelebt, entwickelt und kontinuierlich gepflegt werden.

In der Begleitung von Unternehmen und Organisationen erleben wir immer wieder, dass der größte Mehrwert nicht im Ergebnis eines Prozesses liegt – nicht im fertigen Szenarienbericht oder im beschlossenen Zielbild – sondern in der Veränderung, die der Prozess selbst in den beteiligten Menschen und Organisationskulturen bewirkt. Wer gemeinsam über mögliche Zukünfte nachgedacht hat, wer Annahmen hinterfragt, Widersprüche ausgehalten und neue Ideen entwickelt hat, der denkt danach anders. Er ist wacher, offener, strategisch beweglicher.

Das ist der eigentliche Kern der Prospektive: Sie stärkt unser Handeln durch Reflexion und erkundende Analyse, bewegliche Imagination, Perspektivenvielfalt und kollektives Denken.

Lassen Sie uns gemeinsam in die Zukunft blicken – vielschichtig und mit einem längerfristigen Zeithorizont, der Raum für wirkliche Veränderungen eröffnet.

Team

Wer hinter IPA steht.

Drei Perspektiven aus Politik­wissenschaft, Kommunikations­wissenschaft und Technik­folgen­abschätzung — ergänzt durch ein Netzwerk aus Moderatoren, Referentinnen und Forschungs­partnern.

Sascha Meinert

Sascha Meinert

Politik­wissenschaftler

Sascha Meinert ist Politikwissenschaftler, Berater, Autor und geschäftsführender Inhaber des Instituts für prospektive Analysen (IPA) in Berlin, einem Netzwerk, das er 2004 mit einer Gruppe von Foresight-Experten gegründet hat.

Profil ausklappenProfil einklappen

Von 1998 bis 2005 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Centrum für angewandte Politikforschung (CAP) der LMU München, von 2003 bis 2009 zudem als Dozent für die European School of Governance (EUSG). Er hat über die letzten 20 Jahre zahlreiche Zielbildprozesse, Szenarien- sowie Stakeholderprojekte konzipiert und begleitet, u. a. für das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), das Auswärtige Amt, die Vertretung der EU-Kommission in Deutschland, Bündnis 90/Die Grünen, das Europäische Gewerkschaftsinstitut (ETUI), den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA), die Hans-Böckler-Stiftung (HBS), für unterschiedliche Gewerkschaften (DGB, IGBCE, IG Metall, EVG, ver.di), für einzelne Branchen und Unternehmen sowie regionale Transformationsprozesse.

Für die Hans-Böckler-Stiftung ist er seit 2014 regelmäßig als Referent bei Tagungen, in Seminaren für Aufsichtsratsmitglieder und als Berater für betriebliche Mitbestimmungsakteure im Einsatz. Zu den Branchen, in denen Sascha Meinert über die letzten Jahre Arbeitnehmervertretungen zu Restrukturierungen und Fragen der Strategischen Vorausschau beraten hat, zählen u. a. die Automobilbranche, Maschinen- und Anlagenbau, Stahlverarbeitung, Chemie und Pharma, Personen- und Gütertransport sowie das Gesundheitswesen. Daneben ist er nach wie vor auch für das Europäische Gewerkschaftsinstitut als Trainer für gewerkschaftliche Führungskräfte aus den EU-Mitgliedstaaten zu Foresight-Methoden tätig.

meinert@ipa-netzwerk.de
Christian Schindler

Christian Schindler

Kommunikations­wissenschaftler

Begleitet gesellschaftliche Veränderungs­prozesse — von der Zukunft der Ernährung über das Gesundheits­system bis zu den gesellschaftlichen Folgen Künstlicher Intelligenz. Ausgebildeter Verhaltens- und Kommunikations­trainer (ABF e. V.); bringt Kommunikation, Beteiligung und mediale Vermittlung in Foresight-Prozesse ein.

schindler@ipa-netzwerk.de
Bernd Stegmann

Bernd Stegmann

Politik­wissenschaftler

Experte für Technik­folgen­abschätzung. Begleitet Szenarien­prozesse, moderiert Beteiligungs­formate und untersucht, welche gesellschaftlichen, ökologischen und ethischen Wirkungen von neuen Technologien ausgehen können.

stegmann@ipa-netzwerk.de
Referenzen

Eine Auswahl unserer Arbeiten.

Studien, Szenarien­prozesse und Werkzeug­kästen, entwickelt für Bundes­ministerien, EU-Institutionen, Stiftungen, Gewerkschaften und Branchen­akteure.

Weitere Publikationen

Studien, Werkstatt­berichte und Beiträge.

seit 2011 zukunftsessen.de — Zur Zukunft der Ernährung und Longevity Christian Schindler · Blog
Berlin · 52.521° N · 13.404° E
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Sprechen wir über Ihre nächsten zehn Jahre.

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Institut für prospektive Analysen
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